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Die Liste ist fast vollständig: Apple, Amazon, Facebook, Google und Mozilla fordern ein rasches Ende von Flash. Nachdem viele Content-Dienste - im Februar auch Youtube -  bereits auf HTML5 umgesattelt haben, wird man nun auch auf Seiten der Browser endlich deutlicher. In Safari wurde Flash ohnehin allenfalls geduldet, Firefox hat das Flash-Plugin bereits seit einigen Wochen per default deaktivert - und in der aktuellen Beta von Chrome wird Flash-Werbung automatisch pausiert. Das ist zwar hocherfreulich, wirft jedoch andererseits die Frage auf, warum es eigentlich so weit kommen musste. Flash ist eine ökonomische Katastrophe (bezogen auf die Rechenzeit / den Stromverbrauch) und ist deshalb für viele Mobilgeräte entweder nicht verfügbar oder kaum nutzbar. Abgesehen davon spielen die im Stundentakt freigelegten Sicherheitslücken von Flash eine wesentliche Rolle im internationalen Schadsoftware-Markt. Es gab im letzten Jahr Zeiten, in denen innerhalb einer Woche mehrmals gepatcht werden musste. Adobe ist in seinem Bemühen um die nötigste Betriebssicherheit von Flash sichtlich überfordert - dabei mag man sich die Sicherhetislücken-Dunkelziffer gar nicht vorstellen. Die Zeit ist überreif, und im Jahr 2015 kommt offenbar wirklich Bewegung in die Sache. Und dass ausgerechnet die Online-/Digitalvermarkter die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben kann uns eigentlich nur Recht sein.